Notdienst – immer wer da

Niemand wird gerne krank, am liebsten geht man nur dann zum Arzt, wenn es sich um Routineangelegenheiten wie beispielweise Impfungen handelt. Treten doch Beschwerden auf, ist das unangenehm – erst recht, wenn dies zu Zeiten passiert, in denen die Praxis des Hausarztes geschlossen ist. Wenn Personen medizinische Hilfe brauchen oder Medikamente benötigen und dies nicht bis zu den regulären Öffnungszeiten von Ärzten oder Apotheken warten kann, gibt es glücklicherweise die Notdienste beziehungsweise Bereitschaftsdienste.

Den ärztlichen Bereitschaftsdienst erreicht man im gesamten Bundesgebiet unter der einheitlichen Nummer 116117. Diese Nummer ist kostenlos und benötigt keine Vorwahl. Erreichbar ist der Bereitschaftsdienst in erster Linie dann, wenn die Arztpraxen nicht regulär geöffnet haben, also an Wochenenden, Feiertagen, abends und nachts. In Berlin, Bayern und Hessen ist der Bereitschaftsdienst rund um die Uhr erreichbar.

Sind Patienten dazu in der Lage, werden sie gebeten, eine Zentrale des Bereitschaftsdienstes aufzusuchen, ist dies dem Betroffenen nicht möglich, machen die Ärzte aber auch Hausbesuche.

Benötigt jemand dringend medizinische Hilfe, also immer dann, wenn nicht bis zu den Sprechzeiten am nächsten Tag gewartet werden kann, ist die 116117 die richtige Anlaufstelle. Dies gilt jedoch nicht für lebensgefährliche Situationen wie zum Beispiel Unfälle mit schweren Verletzungen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle. In diesem Fall wählt man die 112.

Neben dem allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es auch spezielle Bereitschaftsdienste wie den Kinderärztlichen Notdienst oder auch den Zahnärztlichen Bereitschaftsdienst. Die Nummern sind regional unterschiedlich, lassen sich aber schnell im Telefonbuch oder im Internet auffinden. Sind Kinder betroffen und man kennt die Nummer des Kinderärztlichen Notdienstes nicht, kann man sich aber auch hier an den allgemeinen Bereitschaftsdienst wenden. Meistens sind Kinderärztliche Notdienste mit der nächsten Kinderklinik verbunden und man kann sich auch an deren Bereitschaftspraxis oder Notaufnahme wenden.

Werden außerhalb der regulären Apotheken-Öffnungszeiten Medikamente benötigt, bekommt man diese in der Apotheke, die aktuell Notdienst hat. Welche Apotheke das ist, kann man entweder online über den Internetauftritt Ihrer Apotheke abfragen oder auch unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800 / 00 22 833. In aller Regel hat auch nicht nur eine Apotheke in der Region Notdienst, sondern oft gleich mehrere, sodass mit Sicherheit eine Apotheke in der Nähe dabei ist, die schnell erreichbar ist.

Außerhalb der Ladenschlusszeiten fallen bei Inanspruchnahme des Notdienstes möglicherweise geringe zusätzliche Gebühren an. 

Eine letzte wichtige Notfallnummer, die jedoch nicht bundeseinheitlich ist sondern je nach Region unterschiedlich, ist der Giftnotruf. Diesen sollte man zum Beispiel dann wählen, wenn Kinder giftige Substanzen verschluckt haben, aber natürlich auch, wenn es bei Erwachsenen zu Symptomen von Vergiftungen kommt. Die entsprechende Nummer lässt sich in aller Regel in kürzester Zeit über Internet oder Telefonbuch ermitteln, wer auf Nummer sicher gehen will, notiert sich die Nummer schon einmal, um sie im Notfall noch schneller griffbereit zu haben. Erreichbar sind diese Notrufnummern rund um die Uhr.

Auch zu ungünstigen Zeiten ist also über die Nummern der Notdienste immer jemand erreichbar und auch Medikamente können zeitnah besorgt werden. Dieser Umstand ist in jedem Fall beruhigend und bei ernsthaften Beschwerden sollte man sich auch nicht scheuen, von den Notdiensten Gebrauch zu machen.

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