Spannungskopfschmerzen – Ursachen und Gegenmaßnahmen

Von den vielen Arten von Kopfschmerzen, die man voneinander unterscheiden kann, ist der Spannungskopfschmerz mit der häufigste. Betroffene berichten meistens von einem Schmerz, der dumpf und drückend ist. Oft sind die Schmerzen auf beiden Seiten des Kopfes vorhanden, können aber nicht ganz genau lokalisiert werden. Wie lange Spannungskopfschmerzen andauern, ist unterschiedlich, bekannt sind Zeiträume zwischen ein paar Stunden und mehreren Tagen. Häufig sind auch die Nacken- und die Halsmuskulatur betroffen. Es kommt zu einem Abstrahlen der Kopfschmerzen vom Nacken über den Hinterkopf bis in die Stirn. Im Gegensatz zu anderen Kopfschmerz-Arten verschlimmern sich bei Spannungskopfschmerzen die Beschwerden aber nicht, wenn man sich bewegt.

Spannungskopfschmerzen können entweder episodisch oder chronisch auftreten. Als chronisch gelten sie dann, wenn Betroffene mindestens 15 Tage im Monat oder die Hälfte der Tage im Jahr unter den Kopfschmerzen leiden.

Auch wenn die Ursachen der Spannungskopfschmerzen noch nicht vollends geklärt sind, wird davon ausgegangen, dass eine Verspannung der Muskulatur letzten Endes schuld an den Kopfschmerzen ist. Hat eine solche Verspannung, hauptsächlich im Schulter- und Nackenbereich, erst einmal zu Schmerzen geführt, verkrampft man häufig noch mehr und die Verspannung verstärkt sich noch. Um Besserung zu erreichen, können Wärme in Form eines Kirschkernkissens oder eines warmen Bades helfen. Auch ätherische Öle verfügen über eine gewisse Wirkung gegen Spannungskopfschmerzen. Weiterhin ist alles hilfreich, was dazu beiträgt, die Muskulatur zu entspannen, wie ein heißes Bad oder auch Wechselduschen.

Diese Methoden sollte man vor der Einnahme von Schmerzmitteln wie Paracetamol und Aspririn zumindest ausprobieren. Die Einnahme von Medikamenten gegen Kopfschmerzen ist besonders dann nicht ungefährlich, wenn man mehrmals im Monat dazu greift. Aus einer zu häufigen Einnahme von Schmerzmitteln kann wiederum ein sogenannter medikamentenabhängiger Kopfschmerz entstehen.

Um Spannungskopfschmerzen dauerhaft loszuwerden, ist es sinnvoll, den Verspannungen vorzubeugen. Solche Muskelverspannungen entstehen häufig durch generelle Fehlhaltungen oder auch falsche Haltungen am Arbeitsplatz. Auch eine geschwächte Rückenmuskulatur kann dazu beitragen. Eine gesunde und aufrechte Körperhaltung und regelmäßige Bewegung schützen vor solchen Beschwerden.

Ein weiterer Faktor, der zur Entstehung von Spannungskopfschmerzen beitragen kann, ist Stress. Auf einen erhöhten Stresspegel reagieren einige Menschen mit Anspannung der Muskulatur in Schulter und Nacken und es kommt zu einem Schmerzreiz am Kopf. Den Stresspegel niedrig zu halten und darauf zu achten, dass man nicht verkrampft, ist hier also ratsam. Wenn man bemerkt, dass man eine verkrampfte Körperhaltung einnimmt, sind Strategien hilfreich, wie man sich bewusst wieder entspannen kann. Zur Linderung von Stress ist Sport als Ausgleich für die meisten Menschen hilfreich. Auch Meditation kann dazu beitragen, entspannter zu werden.

Wenn ein episodischer Spannungskopfschmerz chronisch wird, erfolgt eine Behandlung mit Medikamenten, meist solchen, die den Spiegel des "Glückshormons" Serotonin im Gehirn erhöhen. Dieselben Medikamente werden häufig auch zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Tatsächlich ist es so, dass Spannungskopfschmerzen gar nicht selten als Begleiterscheinung von Depressionen auftreten.

Spannungskopfschmerzen können jedoch auch als Begleiterscheinungen von anderen Grunderkrankungen vorkommen. Deswegen ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Kopfschmerzen zusammen mit weiteren Symptomen auftreten. Dazu zählt zum Beispiel, wenn die Schmerzen nach einem Sturz auftreten, sehr stark oder nur einseitig sind oder ganz plötzlich eintreten. Auch Beschwerden wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen oder eine Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen sind ein Grund, zum Arzt zu gehen. Sind außerdem weitere Bereiche des Körpers betroffen, kommt es zum Beispiel zu einem Kribbeln oder Taubheit in den Gliedern oder zu Sehstörungen, muss die Ursache ebenfalls geklärt werden.

Weitere Artikel

Unsere Empfehlungen für Sie

  1. 1
  2. 2